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"Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und
aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde."
Liebe Leserin, lieber Leser,
Abrahams Abschied war ein Schritt ins Ungewisse. Er wusste, was
er zurückließ: Heimat, Verwandtschaft, Freunde, Sicherheit.
Aber er wusste nichts von dem, was vor ihm lag. Eine ziemliche Zumutung,
die Gott von ihm forderte. Doch es wird von keinem Zögern,
von keinen Bedenken, von keiner Wehmut berichtet. Da steht nur der
einfache Satz: "Da brach Abraham auf, wie Gott es ihm geboten
hatte." Machte es ihm nichts aus, alles loszulassen, woran
er bisher gehangen hatte?
In einer der Geschichten Abrahams gibt es eine Gestalt, die es nicht
gelernt hat, loszulassen: "Frau Lot". Sie war als Frau
des Neffen Abrahams schon einmal aus Wohlstand und Geborgenheit
aufgebrochen. Mit Töchtern, Herden und Hausrat war sie ins
Ungewisse gezogen, zusammen mit ihrem Mann Lot, der sich Abraham
angeschlossen hatte. Nach endlosen Strapazen hatte sie einen Ort
gefunden, wo sie zu bleiben hoffte. Sie richtete sich ein, fand
Männer für ihre Töchter und begann, sich zu Hause
zu fühlen.
Da geschieht das Schreckliche: Die Stadt hat schwerste Schuld auf
sich geladen, sie soll untergehen. Nur Familie Lot soll gerettet
werden, aber für Frau Lot heißt es: Sie muss von neuem
alles hinter sich lassen. Nicht einmal umblicken soll sie sich.
Das geht über ihre Kraft. Was sie gehabt hatte, wusste sie.
Was auf sie zukam, war ungewiss. Und so erzählt die Bibel von
Frau Lot: "Als Lots Frau zurückblickte, da erstarrte sie
zur einer Salzsäule."
Rückwärtsgewandt das Leben verlieren oder nach vorn gerichtet
das Leben riskieren? Auch Abraham hatte sich eingerichtet an einem
Ort, der ihm vertraut war. Aber als es darauf ankam, blickte er
nicht zurück und klammerte sich auch nicht an Gewesenes. Nach
vorn gerichtet das Leben riskieren. Woher nahm er die Kraft dazu?
Es heißt lapidar: "Abraham glaubte Gott."
Das unbeweisbare, aber erfahrbare Vertrauen, dass Gott mich nicht
verlassen wird, verändert die Einstellung zum Leben. Ohne aufzubrechen
werden wir das Leben nicht finden. Wer nur bewahren, nur festhalten
will, dreht sich schließlich nur noch im Kreise. Erinnerungen
werden dann wichtiger als Veränderungen. Doch wer nichts wagt,
wird auch nichts gewinnen. Abraham wagt es und gewinnt den Segen
für sein Leben.
Es grüßt Sie ganz herzlich,
Ihr Pastor Wolfgang Drews
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Pastorin Dietz stellt sich vor:
In diesem Gemeindeblatt ist mein Name mehrmals zu lesen, weil ich
Pastor Friedrichsen einige Monate vertreten werde. Damit Sie einen
kleinen Eindruck von mir bekommen, möchte ich mich Ihnen vorstellen:
Ich heiße Ingeborg Dietz, bin 58 Jahre alt, habe eine Tochter
und wohne in Harrislee. In meinem Leben gab es viele Veränderungen.
Aufgewachsen bin ich in Gelsenkirchen im "Kohlenpott".
Nachdem ich 10 Jahre als Arzthelferin gearbeitet hatte, zog ich
nach Hamburg, machte mein Abitur, trat von der Freikirche zur Ev.
Lutherischen Kirche über und studierte Theologie. Nach dem
Vikariat in Norderstedt arbeitete ich 4 Jahre lang bei der Evangelischen
Auslandsberatung in Hamburg, wo ich binationale Paare begleitet
habe. Nebenbei bot ich Seminare im Bereich Meditation beim Evangelischen
Frauenwerk an. Später machte ich noch zwei Tanzausbildungen.
1999 wurde ich Gemeindepastorin in St. Petri in Flensburg. Seit
Mai 2009 habe ich eine Stelle für Vakanzvertretungen, in der
Veränderungen dazu gehören. Mein Dienst hat mich bereits
nach Adelby, Sörup, Harrislee und Wanderup geführt. Ich
finde es spannend, mich immer wieder auf neue Menschen und Herausforderungen
einzulassen. Dabei kann ich vieles lernen und manches von meinen
Erfahrungen einbringen.
Nun freue ich mich, zu Ihnen nach Handewitt zu kommen, eine sehr
lebendige Gemeinde kennen zu lernen und ein Stück des Lebens
mit Ihnen zu teilen. Ich hoffe auf viele Begegnungen bei Gottesdiensten
und Veranstaltungen und bin gern zu Gesprächen oder Besuchen
bereit (Tel. 0461 - 40 77 073).
Mein Dienst in Handewitt beginnt offiziell mit dem Gottesdienst
am 1. Advent. Dieser Tag, an dem das Kirchenjahr neu beginnt, ist
ein sehr schöner Zeitpunkt für einen neuen Anfang.
Ich wünsche Ihnen in dieser Zeit der Unsicherheiten Zuversicht
und Gottvertrauen. Möge gerade in der dunklen Jahreszeit Gottes
Licht Ihren Weg erleuchten.
Es grüßt Sie herzlich
Pastorin Ingeborg Dietz
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Wenn Sie heute schon wissen, dass Sie eine Taufe für sich
oder für Ihr Kind planen, wenn Sie kirchlich heiraten möchten
oder ein Ehejubiläum kirchlich begehen möchten, oder wenn
Sie wieder Mitglied unserer Kirchengemeinde werden möchten
oder auch nur ein Gespräch wünschen, dann melden Sie sich
bitte im Kirchenbüro Handewitt
Tel.: 04608-224 oder per eMail
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