Friedhof

Zur Geschichte unseres Friedhofes

Der Friedhof war ursprünglich wesentlich kleiner als heute, aber West- und Südseite sind wahrscheinlich unverändert geblieben. Nach Norden wurde er 1828 um eine 15m breiten Streifen bis an die jetzige Grenze erweitert. Nach Osten reichte er an die Linie, die jetzt noch durch einige große Bäume markiert ist. Zur Straße führt eine breite Auffahrt, der sogenannte Brautplatz.
Solche Brautplätze hat es bei vielen Kirchen gegeben. Nach Angaben älterer Einwohner hieß der Platz so, weil die Brautleute hier ihre Kutsche verließen. 1886 wurde das Land zu beiden Seiten aufgekauft und alles zusammen dem Friedhof zugeschlagen. Übrigens versäumte man damals die Umschreibung im Grundbuch, diese wurde 1961 nachgeholt. Die Bezeichnung Brautplatz ging auf dem jetzigen Vorplatz über, ist aber heute fast vergessen.

Die einzelnen Dörfer hatten ihre Grabstätten jeweils in einem bestimmten Gebiet des Friedhofes, wie heute noch deutlich am dem Frösleer Teil zu sehen ist. Im übrigen ließ die Ordnung auf dem Friedhof wohl viel zu wünschen übrig, denn 1816 wurde sie neu geregelt. Bis dahin stand dem Küster hier das Weiderecht zu. In einem Schreiben heißt es sehr vorsichtig:“Dadurch würden Einfriedung und Verzierung der Gräber geschmälert.“ Jetzt wurde das Weiderecht mit Geld abgelöst, und der Küster wurde verpflichtet, ein Grabregister zu führen.